Alan Bennett: Die souveräne Leserin

Die Queen wird bei einem Spaziergang von ihren Hunden an einen Bücherbus geführt. Dort leiht sie aus Höflichkeit ein Buch aus, damit Mr. Hutchings nicht denken müsste seiner Bibliothek fehle irgendetwas. In diesem Bücherbus trifft sie auch auf Norman, einen Küchenjungen.

Nachdem die Queen das Buch nach einer Woche zurückgeben möchte, und kurzerhand doch wieder einen neuen Roman mitnimmt, trifft sie wieder auf Norman. Als sie merkt, dass dieser Junge viel über Literatur weiß, befördert sie ihn zu ihrem persönlichen Pagen, später findet sie auch eine genaue Bezeichnung für ihn: Er ist von nun an ihr Amanuensis (veraltete Bezeichnung für einen Sekretär oder Schreibgehilfen).

Bald ist die Queen von der wunderbaren Welt der Bücher nicht mehr fortzubringen, und nicht nur ihr Privatsekretär Sir Kevin sieht die Veränderungen am Hof, sowie auch am Verhalten der Queen, in einem schlechten Licht. Er unternimmt alles mögliche um die Queen wieder von der Literatur abzubringen.

Alan Bennett hat hier eine nette, kleine Novelle geschaffen, die sehr heiter und amüsant ist. Sie liest sich flott und bringt einen unentwegt zum schmunzeln. Die Queen wird sympathisch, sowie pflichtbewusst dargestellt, immerhin weiß sie inzwischen wie man bei öffentlichen Auftritten sowohl lesen als auch dem Volke zuwinken kann. Es werden unzählige Autoren und deren Werke erwähnt, was das lesen interessant macht, man hat das Gefühl auch diese Werke einmal lesen zu müssen. Die weite Welt der Literatur die zu einer Wandlung einer königlichen Majestät führt – lesenswert! ©Lia

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